Ökologische Aufwertung Gaswerk Schlieren
Auftraggeber: Verein Schwalbe Schlieren
Projektverantwortliche: Katrin Luder
Zeitraum: 2018-2020
Einst war das Areal rund um das Gaswerk Schlieren verbaut durch Gasometer, Gebäude und Kohledeponien. Im Zuge der Umstellung von der Gasproduktion aus Steinkohle auf Erdgasimport wurden diese zurückgebaut. Geblieben ist ein unbenutztes, für die Öffentlichkeit unzugängliches Areal, bestehend aus einem ehemaligen Auenwald, einem Weiher und diversen Wiesen und Ruderalflächen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Schwalbe Schlieren wurde dieses spannende Areal von 2018 bis 2020 ökologisch aufgewertet und so zahlreiche Tier- und Pflanzenarten gefördert.
Insbesondere wurden folgende Massnahmen umgesetzt:
- Pflanzung ökologisch wertvoller Sträucher und Bäume, welche im Areal nicht vorkamen. Insbesondere Pflanzung von 15 Kreuzdorn-Sträuchern zur Förderung des seltenen Kreuzdorn-Zipfelfalters.
- Komplette Sanierung des alten, bestehenden Weihers: Innerhalb des Beckens wurden ein grossflächiger, immer wasserführender Teich und ein kleiner, flacher Weiher, der im Sommer periodisch austrocknet, gebaut. Die Uferbereiche wurden mit Holz, Wurzeln und Kies strukturreich gestaltet. Beide Weiher wurden bereits kurz nach dem Entstehen von Libellen und Fröschen neu besiedelt.
- 15 Unkenwannen für die Zielart Gelbbauchunke wurden an verschiedenen Stellen eingebaut, daneben Steinkörbe als Überwinterungsstandorte platziert und mit Strukturen aus Wurzeln und Steinen umgeben.
- 18 Fledermauskästen für den Abendsegler, 3 Nistkästen für Hornissen, sowie 20 Gartenbaumläuferkästen wurden durch Mitglieder des Vereins Schwalbe Schlieren auf dem ganzen Areal aufgehängt.
- Sanierung Ruderalflächen und Erhöhung der Artenvielfalt auf dem Areal durch Ansäen von standorttypischen Arten an passenden Stellen.
- Anpassung der Pflege: Bei der jährlichen Pflege wird nun darauf geachtet, dass beim Mähen immer mehrere Rückzugsstreifen stehen bleiben. Dadurch hat die Zahl der Widderchen stark zugenommen und viele Wildbienen-, Heuschrecken und auch Schmetterlingsarten profitieren davon.
- Grossflächige Bekämpfung der Neophyten (Goldrute, Sommerflieder, Robinie und Einjähriges Berufkraut)
- Erstellen einer Sandlinse von 25 m2 als Nistmöglichkeit für diverse Wildbienenarten
- Holzung standortfremder Arten wie z.B. Fichten, Ahorn und Robinie
Den Schlussbericht des Projektes finden Sie hier.

